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wildes wiederholen. material von unten
Ausstellungen 04. Nov - 16. Dez 2018

wildes wiederholen. material von unten

Die Erfahrung des gemeinsamen widerständigen Lebens in der von jeder utopischen Zukunft gelösten Gegenwärtigkeit der späten DDR harrt noch immer einer differenzierten Bearbeitung. Das 1992 von Protagonist*innen der Bürgerbewegungen gegründete Archiv der DDR-Opposition dokumentiert diese Geschichte. Die hier versammelten Dokumente und Materialien zeichnen ein komplexes Bild der oppositionellen Frauen*-, Friedens- und Umweltgruppen, von lesbischen, schwulen und trans* Initiativen, dissidenter Kulturproduktion und Alltagswiderstand. Das Projekt geht mit den besonderen Möglichkeiten künstlerisch-historischen Arbeitens der Aktualität dieser wenig gehörten Geschichte/n auf die Spur und versucht, sie mit Begriffen und Praktiken des Politischen heute in Dialog zu setzen. Im Vorlauf der 2019 zu erwartenden Wiederauflage und Intensivierung etablierter Formen des Erinnerns richtet das Projekt das Augenmerk auf die gesellschaftlichen (Gegen-)Entwürfe und utopischen Realitäten, die – entlang des Versprechens wie des Scheiterns des Staatsozialismus – in den dissidentischen Szenen der DDR entstanden, und die im Archiv aufgehoben bleiben.


Die Künstler*innen und Autor*innen haben in einem mehrmonatigen Arbeitsprozess, im Gespräch miteinander und mit den Mitarbeiter*innen des Archivs, zu konkreten Materialien und Themen des Archivs geforscht und gearbeitet. Für die Ausstellung sind so Performances, Videoarbeiten, Installationen und weitere, in Form von Zines publizierte Beiträge entstanden.


Ein Kooperationsprojekt zwischen District Berlin und dem Archiv der DDR-Opposition / Robert-Havemann-Gesellschaft e.V. kuratiert von Suza Husse und Elske Rosenfeld im Gespräch mit den Partner*innen im Archiv: Rebecca Hernandez Garcia, Frank Ebert, Christoph Ochs, Olaf Weißbach. Forschungsassistenz: Maria Josephina Bengan Making


Mit Beiträgen von Anna Zett, Claude Gomis, Elsa Westreicher, Elske Rosenfeld, Henrike Naumann, Kai Ziegner, Ernest Ah & Sabrina Saase & Lee Stevens vom Kollektiv der Raumerweiterungshalle, Mareike Bernien & Alex Gerbaulet, Nadia Tsulukidze, Peggy Piesche, Saskia Köbschall, Suza Husse, u.a. sowie Arbeiten von Bärbel Bohley.


AUSSTELLUNG
4. November – 16. Dezember 2018


Archiv der DDR-Opposition (Haus 17) und Haus 22 – Stasizentrale. Campus für Demokratie
Ruschestraße 103, 10365 Berlin
Öffnungszeiten: montags, 15 bis 18 Uhr und mittwochs, 15 bis 20 Uhr


District Berlin
Bessemerstraße 2-14, 12103 Berlin
Öffnungszeiten: donnerstags – samstags, 15 bis 19 Uhr


Im Veranstaltungsprogramm sprechen die Künstler*innen und Autor*innen, Archivmitarbeiter*innen und Zeitzeug*innen sowie andere Expert*innen zu in den Beiträgen bearbeiteten Themen, ihren historischen Kontexten und aktuellen Resonanzen.

 

Weitere Informationen zur Ausstellung, Programm und Publikation gibt es hier>>.


wildes wiederholen. material von unten: Künstlerische Forschung im Archiv der DDR-Opposition wird gefördert vom Hauptstadtkulturfonds. Die Robert-Havemann-Gesellschaft wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch den Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

 

Eine Veranstaltung von District Berlin und dem Archiv der DDR-Opposition / Robert-Havemann-Gesellschaft e.V.