• english

Malzfabrik-Nachrichten im Überblick

District-Atelierstipendiatin Karina Griffith
Montag | 12. Februar 2018

District-Atelierstipendiatin Karina Griffith

Von Februar bis Juli 2018 wird Karina Griffith bei District zu Decolonizing 68 arbeiten. Griffith forscht zu Schwarzer deutscher Filmproduktion um 1968, die in der Geschichtsschreibung bisher eher unsichtbar geblieben ist. Ausgehend von dem Film They Call It Love des Ghanaers King Ampaw, begibt sie sich auf Spuren Schwarzer und PoC FilmemacherInnen, um die Genealogien Schwarzen Autorenkinos in Deutschland zu erweitern.

 

In ihrem Projektvorhaben untersucht sie die dekoloniale Rolle des bewegten Bildes und geht der Frage nach wie der Apparat der Kamera selbst dekolonisiert werden kann. Die Atelierstipendiatin wurde von einer diversen ExpertInnenjury, bestehend aus Silvy Chakkalakal, Katharina Oguntoye, Shanti Suki Osman, Suza Husse und Andrea C. Keppler ausgewählt.

 

Da sich 2018 das Jahr 1968 zum fünfzigsten Mal jährt, haben wir dies zum Anlass genommen, das District-Atelierstipendium 2018, I projektbezogen auszuschreiben um sich aus dekolonialer und feministischer Perspektive mit der StudentInnenbewegung im Deutschland der 60er Jahre zu befassen. Damit möchte District die Produktion von Geschichte hinterfragen und die Bewegungen jener Zeit aus den Perspektiven ihrer anti-kolonialen, diasporischen, feministischen und Schwarzen Organisierungen (neu) erzählen.

 

Die Filme und Installationen von Karina Griffith beleuchten die Themenbereiche Angst und Fantasie, wobei der Fokus oft auf ihre Relation zur Zugehörigkeit gerichtet ist. Zu ihren Interessen gehört die Erforschung der Verstrickungen zwischen Identität und migrantischer Perspektive. Dabei behilft sich Griffith der einzigartigen Weise ihrer Familie Geschichten im Karibischen Patois zu erzählen.

 

Mehr Informationen zum Programm gibt es hier>>.

 

Copyright: Karina Griffith, Gitarrenunterricht, Film Still